schön, dass Sie reinschaun!

unsere kampagne für mehr sichtbarkeit in der gesundheitsvorsorge (KFMSIDG) hat Ihr interesse geweckt – das freut uns!

in diesem blog können Sie Ihre kommentare hinterlassen oder, wenn Sie registrierte/r twoday-userIn sind, auch eigene beiträge verfassen. Ihre meinung ist gefragt! aber bitte seien Sie höflich und konstruktiv, wenn Sie etwas schreiben, damit Sie sich nicht später schämen müssen.

natürlich können Sie auch der webmistress ein mail schreiben. die adresse finden Sie rechts in der menüleiste.

zur vorgeschichte

2005 ist, wie Sie vielleicht wissen, das jahr der breast cancer awareness. auch das pink ribbon ist Ihnen sicher aufgefallen. damit wird darauf hingewiesen, dass regelmäßige vorsorgeuntersuchungen frauen davor schützen können, dem brustkrebs zum opfer zu fallen. dazu wurden auch einige inserate in den medien geschaltet, unter anderem dieses.

so begrüßenswert diese initiative auch ist, so eklatant fällt wieder einmal auf: niemand kümmert sich um die gesundheit der männer. auch hodenkrebs ist eine ernstzunehmende krankheit! wir sehen es als unsere verpflichtung, auch männer auf die gefahren von krebs hinzuweisen. deshalb haben wir die kampagne für mehr sichtbarkeit in der gesundheitsvorsorge (KFMSIDG) gestartet.

leider wird die KFMSIDG weder von estée lauder, noch von der telekom austria und schon gar nicht von der pharmaindustrie unterstützt. deshalb konnten wir uns keine teuren inserate, ja nicht einmal einen grafiker leisten, sondern mussten auf eigene kosten einen flyer herstellen. wir hoffen trotzdem, dass wir damit unser zielpublikum erreichen!

der flyer – wie ist er zu interpretieren?

in der gestaltung unseres flyers haben wir uns 1:1 an das vorbild der breast-cancer-awareness-kampagne gehalten. folgende elemente sind dabei besonders wichtig:

1. anonymität
menschen, die sich sorgen um ihre gesundheit machen und vielleicht sogar befürchten, selbst an krebs erkrankt zu sein, brauchen keine bilder von selbstbewussten patientinnen und patienten, die ihre krankheit meistern. das würde sie nur in falscher sicherheit wiegen. erst der anblick von anonymen körperteilen verankert das bewusstsein, dass es jeden und jede treffen kann.

2. unsichtbarkeit der bedrohung
der krebs wird nicht gezeigt, vielmehr ist auf jedem flyer jeweils ein bild eines vermeintlich gesunden mit der aufschrift „operation angesetzt für ...“ versehen. damit wird ein gesundes misstrauen gegenüber dem eigenen körper sichergestellt und gleichzeitig die autorität des arztes/der ärztin gestärkt, der/die allein eine mögliche erkrankung feststellen kann – der erste schritt zur regelmäßigen, vertrauensvollen vorsorgeuntersuchung!

3. unsichtbarkeit der folgen
der verlust von brüsten oder hoden ist oft mit der angst vor dem verlust der geschlechtsidentität („keine richtige frau/kein richtiger mann mehr sein“) verbunden. hochqualitative bilder von operationsnarben oder amputationen würden den eindruck erwecken, dass das leben mit oder nach dem krebs weitergehen könne oder gar lebenswert wäre. nur bilder von vollständigen, gesunden körperteilen stellen sicher, dass der/die einzelne sich nicht mit der krankheit abfindet und das stigma einer krebserkrankung erhalten bleibt.

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